Tauchtauglichkeitsuntersuchung

damit das Tauchen sicher ist

Gerade beim Tauchsport ist die körperliche Fitness (über-)lebenswichtig. Das Tauchen in den unterschiedlichen Gewässern stellt unterschiedliche Anforderungen an den Organismus (Wassertemperatur, Strömungen, Umgebungstemperatur). Wer taucht, sollte prinzipiell gesund sein. Trotzdem führt nicht jede Erkrankung automatisch zur Tauchuntauglichkeit.
Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen können auch unter bestimmten Auflagen tauchen, ohne den Spaß am Hobby zu verlieren.
Wichtig ist das Vermeiden unnötiger Risiken. Häufig sind Verhaltensauflagen zu beachten, eine chronische Erkrankung muss vor dem Tauchen gut “eingestellt” sein.
Tauchen Sie gut unter und wieder auf.

Leistungsumfang:

  • Anamnese
  • komplette körperliche Untersuchung (Blutdruck, Inspektion der Trommelfelle,…)
  • Lungenfunktionstest (mittels Spirometrie)
  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG (ab 40. Lebensjahr oder medizinischer Indikation)
  • Labortest
  • Befundbesprechung und tauchmedizinische Beratung
  • international gültiges Tauchtauglichkeitszeugnis (deutsch, englisch, spanisch, französisch)

Gültigkeit der Tauchtauglichkeit:

Personen 18. – 40. Lebensjahr: 3 Jahre
Personen nach dem 40. Lebensjahr: 1 Jahr

Die Tauchtauglichkeit wird nach dem Mindestsatz der für alle Ärzte verbindlichen Gebührenordnung (GOÄ) berechnet. Eine genaue Kostenaufstellung erhalten Sie vor der Untersuchung.

Achtung: Sollten Sie unter einer chronischen Erkrankung wie Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Angst- und Panikerkrankungen leiden oder dauerhaft Medikamente einnehmen, sprechen Sie mich bitte mindestens 4 Wochen vor geplanter Tauchreise an. Nur so kann eine gute Therapieeinstellung erreicht werden.

 

Erkrankungen und Tauchen?

Wann darf nicht getaucht werden?

z.B. (meine Beispiele sind nicht vollständig)

– bei einer Entzündung des äußeren Gehörganges. (beginnende Otitis externa)

Diese sollte unbedingt therapiert werden. Da diese Erkrankung sehr häufig ist, können s.g. Tauchertropfen verordnet werden, die auch gut helfen. Dann darf auch wieder getaucht werden.

– bei einer dauerhaften Störung des Druckausgleiches (chronische Tubendysfunktion)

Hier helfen Nasentropfen und – sprays, die die Luftzirkulation wieder verbessern.

bei einem Loch im Trommelfell. (Trommelfellperforation bzw. instabile atrophe Narbe) oder akuter Mittelohrentzündung (Otitis media)

Hiermit ist leider das Tauchen nicht möglich.

bei Asthma (Asthma bronchiale)

Durch die Kombination von bronchialerweiternden Sprays und evt. antiallergischen Medikamenten lässt sich eine stabile Lungenfunktion erreichen. Bitte mind. 4 Wochen vor dem geplanten Tauchurlaub einen Termin bei Dr. Schwarz vereinbaren. Nach Verordnung der Medikamente muss ein stabiler Zustand eintreten und dieser sollte auch mittels Lungenfunktionstest wiederholt bestätigt werden.

Lungenemphysem, akute Bronchitis, kälteinduziertes Asthma, Bronchiektasen

Diese Erkrankungen sind leider nicht mit dem Tauchen zu vereinbaren.

Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern

Wenn diese Erkrankungen gut therapiert sind, ist eine eingeschränkte Tauchtauglichkeit möglich.

Falls diese Erkrankungen bestehen, vereinbaren Sie bitte 6 Wochen vor dem geplanten Tauchurlaub einen Termin bei Dr. Schwarz. Hier ist eine umfangreiche Aufklärung über das Krankheitsbild und eine Optimierung der Herz/ Kreislaufmedikamente notwendig. Die stabile Herz/Kreislaufsituation muss wiederholt mittels Belastungs-EKG nachgewiesen werden.

Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Hier ist eine Tauchtauglichkeit möglich mit speziellen Auflagen. Der Patient sollte über seine Erkrankung gut aufgeklärt sein und eine stabile Stoffwechselsituation aufweisen.

Falls bei Ihnen diese Erkrankung besteht, vereinbaren Sie bitte 6 Wochen vor dem geplanten Tauchurlaub einen Termin bei Dr. Schwarz. Die Blutzuckereinstellung muss hier mehrfach kontrolliert und ggf. optimiert werden.

– Angst- und Panikerkrankungen

Hierbei besteht leider keine Tauchtauglichkeit zu Ihrem eigenen Schutz und dem Schutz Ihres Tauchpartners.

Medikamenteneinnahme wie Antidepressiva, Zytostatika oder Malariamittel

Auch hier ist eine stabile Stoffwechselsituation notwendig und ggf. sollte die Einnahme der Medikamente zeitlich mit dem Tauchgang abgestimmt werden.

Sie möchten in fernen Meeren abtauchen? Gern berate ich Sie über die entsprechenden Impfungen. Mehr erfahren Sie hier.